Zelt nähen

Zelt nähen (lassen) von der Idee zum fertigen Produkt

Wenn dein Zelt einige Risse oder Löcher aufweist, kannst du das Zelt nähen lassen oder es selbst versuchen. Da viele Zeltstoffe nicht sehr einfach zu nähen sind, solltest du diese Aufgabe einem Profi überlassen. Dadurch sparst du dir viel Zeit und Nerven.

Zelt nähen

 

Zelt nähen lassen oder selber nähen?

Wenn es sich um einen Riss an der Naht handelt, lohnt es sich nicht das Zelt zum Nähen in fremde Hände zu geben. Große Risse oder Löcher am Zeltboden sollten dagegen immer professionell genäht werden.

Eine erfahrene Näherin wird es schaffen, dein Zelt so zu vernähen, dass der ursprüngliche Schaden später kaum noch zu sehen ist.

 

Zelt nähen vs. Zelt kleben

Kleine Risse oder eine offen gegangene Naht sollte immer vernäht werden. An Ecken und Kanten lassen sich Flicken allgemein schlecht anbringen. Weist dein Zelt ein größeres Loch auf, kann es mit einem Flicken schnell und einfach repariert werden.

Flicken sind zwar wesentlich auffälliger, dafür wird durch den Einsatz aber vermieden, dass ein Zelt undicht ist.

 

Zelt nähen vs. Zelt kaufen – Vorteile & Nachteile

Ob ein Zelt genäht oder neu gekauft werden muss, hängt vom Umfang der Risse und Löcher ab. Durch das Nähen sollte es möglich sein, ein Zelt wieder windgeschützt und wasserdicht zu machen.

Ansonsten ist es sinnvoller, ein neues Zelt zu kaufen. Das Nähen ist in der Regel aber wesentlich günstiger als der Neukauf eines Zeltes.

 

Zelt Form/ Art bestimmen

Die Art oder Form eines Zeltes hängt immer vom Einsatzzweck ab. Für den Garten sind Tipis gut geeignet. Sie lassen sich schnell auf- und abbauen und nehmen nicht viel Platz in Anspruch.

Für eine Outdoor-Tour sind große, wetterfeste Zelte die beste Wahl. Wenn ein schneller Aufbau gewünscht ist, kann ein Wurfzelt sehr nützlich sein. Lediglich der Abbau fällt Laien immer etwas schwerer.

 

Tarp/Pyramiden Zelt nähen (lassen)

Wenn du auf dem Markt kein passendes Pyramiden Zelt findest, kannst du dir auch ein Zelt nähen lassen oder selbst nähen. Hierfür solltest du einen passenden Stoff und stabile Stangen kaufen.

Vorteile:

  • günstiger als ein Neukauf
  • freie Stoff- und Farbwahl
  • individuelles Zelt möglich

Nachteile:

  • kostet viel Zeit
  • alle Elemente (Stoff, Stangen, Schrauben) müssen separat gekauft werden

 

Daunen-Quilt nähen (lassen)

Ein Daunen-Quilt ist wesentlich kuscheliger und weicher als ein klassischer Schlafsack. Aufgrund seiner einfachen Form kannst du ihn selbst nähen.

Vorteile:

  • Farbe und Material kann individuell gewählt werden
  • selbst nähen ist immer günstiger als kaufen
  • leichteres Gewicht als ein Schlafsack
  • Länge kann individuell gewählt werden

Nachteile:

  • Modelle mit Reißverschluss sind schwer zu nähen
  • Nähte sollten professionell erfolgen, da sie sich ungewollt öffnen könnten

 

Trekking Zelt nähen (lassen)

Ein Trekking Zelt ist eine teure Anschaffung. Wenn du dir ein Zelt selbst nähst oder nähen lässt, kannst du einiges an Geld sparen.

Vorteile:

  • Trekking Zelt kann nach eigenen Vorstellungen genäht werden
  • spart einiges an Geld
  • individuelle Farbe und Größe möglich
  • ein eigenes Zelt kreieren und nähen kann viel Spaß machen

Nachteile:

  • es muss sauber gearbeitet werden
  • Material und Nähgarn muss allen Witterungsbedingungen Stand halten

 

Tipi Zelt für Kinder nähen (lassen)

Ein eigen kreiertes und selbst genähtes Tipi für Kinder ist ein tolles Geschenk. Es kann nach den persönlichen Bedürfnissen des Kindes erstellt werden.

Vorteile:

  • persönliches Geschenk
  • kann individuell gestaltet werden
  • Farben und Material kann frei gewählt werden
  • kann mit Bändern oder Motiven verschönert werden

Nachteile:

  • zu dünn gewählter Stoff kann aufreißen
  • kostet einiges an Zeit

 

Zelt Kriterien bestimmen

Beim Kauf eines Zeltes solltest du auf einige Kriterien wie Gewicht, Höhe oder Form achten. Aufgrund der Vielfalt an Zelten kannst du somit ein Modell finden, dass deinen Bedürfnissen gerecht wird. Ein Zelt Test oder Kundenmeinungen können dir vor dem Kauf wichtige Infos bieten.

 

#1 Gewicht

Wenn ein Zelt mit auf eine Wanderung genommen wird, sollte es kein zu hohes Gewicht aufweisen. Jedes Kilogramm, dass auf dem Rücken transportiert wird, ist eine zusätzliche Ballast.

Wird ein Zelt für einen Campingurlaub benötigt, welches mit dem Fahrzeug transportiert wird, kann es ein höheres Gewicht aufweisen. Derartige Zelte sind in der Regel wesentlich massiver verbaut und wehen bei Wind nicht weg.

 

#2 Zeltstoff

Achte beim Kauf eines Zeltes darauf, dass der Stoff reißfest und witterungsbeständig ist. Der Zeltstoff sollte leicht zu reinigen sein und wenn möglich wasserdicht.

Viele Zelte verfügen über Nähte, die mehrfach vernäht sind. Die Qualität des Materials bestimmt den Preis. Die Farbe des Zeltes sollte immer passend zum Einsatzgebiet ausgewählt werden. Wenn du unbemerkt zelten möchtest, solltest du keine Signalfarbe wählen.

 

#3 Größe

Ein klassisches Drei-Mann-Zelt sollte das Maß 205 + 90 x 225 x 180 cm aufweisen. In einem derartigen Zelt hat eine Familie inklusive Kind ausreichend Platz. Einige Zelte weisen sogar eine gute Stehhöhe auf. Ein Zelt für eine Person sollte mindestens eine Breite von 50 cm haben.

Nur so ist gewährleistet, dass du eine schmale Isomatte verstauen kannst. Für eine große Isomatte benötigst du circa 60 cm. Ein 1-Personen-Luftbett benötigt eine Breite von bis zu 74 cm.

 

#4 Höhe

Wenn du in einem Zelt gerade sitzen möchtest, sollte es mindestens eine Höhe zwischen 90 und 100 cm aufweisen. Bei der Größe spielt auch die Zeltform eine große Rolle. Kuppelzelte haben in der Mitte ihren höchsten Punkt. Hier hast du zum Sitzen ausreichend Platz.

 

#5 Grundform

Die vier bekanntesten Zeltformen sind Kuppelzelt, Geodät, Dackelgarage und Tunnelzelt. Ein klassisches Zelt besteht aus zwei Stangen und einem rechteckigen Boden.

Die Stangen kreuzen sich an der höchsten Stelle des Zeltes. Jede Stange sollte gleichmäßig in einem Bogen von einer Zeltecke bis zum höchsten Punkt und zurück zum Boden auf die gegenüberliegen Zeltecke führen.

 

#6 Eingang

Der Eingang eines Zeltes sollte verschließbar sein. Viele Eingänge können tagsüber mit einem Mückennetz geschützt werden. Vor dem Schlafen gehen wird die Zelttür in der Regel ausgerollt oder nach unten geklappt und das Zelt mithilfe von Reißverschlüssen gesichert. Der Eingang sollte beim Aufbau eines Zeltes immer entgegen der Windrichtung liegen.

 

#7 Ventilationsöffnung

Eine Ventilationsöffnung sorgt in einem Zelt für ein gutes Raumklima. Durch eine Abluft wird die warme Luft aus dem Zelt geleitet. Zusätzlich kann für eine konstante Luftbewegung gesorgt werden. Zelte mit Ventilationsöffnung sind immer dann die beste Wahl, wenn ein Urlaub in einem heißen Klima geplant ist.

 

#8 Haupt- & Zusatzspannpunkte

Einige Zelte sind mit einer Zusatzspannung ausgestattet. Oftmals werden Spannungen durch Drahtseile hergestellt. Somit kann ein Zelt wesentlich stabiler gestaltet werden. Haupt- und Zusatzspannpunkte sind an herkömmlichen Zelten nicht notwendig und nicht im Lieferumfang vorhanden.

 

#9 Reißverschlüsse

Reißverschlüsse an Zelten sollten immer eine gute Qualität aufweisen. Sie dürfen nicht haken oder ausreißen. Durch einen Reißverschluss kann ein Zelt schnell und einfach verschlossen oder geöffnet werden.

An einigen Zelten sind auch Reißverschlüsse an Fenstern vorhanden. Somit kann das Zelt komplett abgedichtet werden, wenn du kurz deinen Zeltplatz verlässt.

 

#10 Zeltboden

Ein Zelt mit Zeltboden bietet den Vorteil, dass deine Sachen oder deine Isomatte nicht feucht werden. Zusätzlich bietet ein Zeltboden mehr Komfort und hält die Füße warm.

Wenn du einen Gaskocher oder einen Ofen verwenden möchtest, solltest du auf ein Zelt ohne Boden zurückgreifen. Wenn dein Zelt keinen Zeltboden hat, kannst du auch eine separate Plane verwenden.

 

Abmessung & Schnittplanung bestimmen

Wenn du dir selbst ein Zelt nähen möchtest, solltest du vorab eine Schnittplanung vornehmen. Hierbei musst du darauf achten, dass du etwas mehr Stoff für die Nähte mit einrechnest. Bei den Abmessungen solltest du sehr genau sein. Ansonsten hätte dein Zelt eine schiefe Form oder die Nähte sind zu sehr gespannt.

 

Zeltstoff & sonstiges Material besorgen

Bevor du mit dem Nähen eines Zeltes beginnst, solltest du dir zuerst das passende Material besorgen. Ein großer Vorteil ist, dass du dein Zelt so gestalten kannst, wie du es möchtest. Folgende Materialien benötigst du für ein Zelt:

  • witterungsbeständiger, fester Stoff
  • stabile Zeltstangen
  • eventuell Schrauben oder Bänder zum Fixieren der Stangen
  • Reißverschlüsse
  • Stoff für einen Zeltboden

 

Zelt Näh-Anleitung

Wenn du ein Zelt nähen möchtest, solltest du folgende Anleitung nutzen:

  • Fertige eine Skizze an
  • Berechne die Größe deines Stoffs
  • Schneide den Stoff sauber zurecht
  • Berechne jeweils mindestens 1-2 cm für die Nähte
  • Säge vier Stangen zurecht
  • Nähe den Stoff zusammen und schneide vorne einen Schlitz als Eingang ein
  • Vernähe die Kanten deines Eingangs
  • Nähe zwei Bänder an, um den Stoff mit den Stangen zu verbinden

 

Zelt imprägnieren

Nachdem du dein Zelt fertig genäht hast, solltest du es imprägnieren. Dadurch verhinderst du, dass der Stoff durchweicht, wenn es anfängt zu regnen. Besonders gut geeignet sind Imprägniersprays. Sie lassen sich leicht auftragen. Das Imprägnieren sollte immer nur im Freien erfolgen.

 

Natur genießen

Mit einem eigenen Zelt kannst du jederzeit die Natur genießen. Es gibt für viele Menschen nichts Schöneres, als draußen zu schlafen. Die frische Luft und Ruhe sorgen für einen gesunden Schlaf.
Wichtig ist, dass du dir einen passenden Zeltplatz suchst. Achte darauf, dass sich dein Zeltplatz nicht in einer Senke befindet, da diese bei starkem Regen volllaufen könnte.

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